Polen liegt im Übergang zwischen maritimem und kontinentalem Klima, was vier deutliche Jahreszeiten und ein Wetter bedeutet, das binnen eines Tages umschlagen kann. Die regionalen Unterschiede sind spürbar: der Westen ist milder, der Osten und Nordosten im Winter deutlich kälter.
Frühling, April bis Juni
Mai und Juni sind die besten Monate: 18 bis 24 Grad, lange Tage, alles grün und die Saison noch nicht angelaufen. Der April ist unzuverlässig. Es ist die beste Zeit für die Städte und die niedrigeren Gebirge, vor den Sommergewittern.
Sommer, Juli und August
Warm, 25 bis 30 Grad, mit Hitzewellen über 33. Dies ist die einzige realistische Badesaison an der Ostsee, der Höhepunkt in Masuren und der Tatra und zugleich der Moment, in dem Unterkünfte am teuersten und das Meerauge am vollsten sind. Nachmittagsgewitter im Gebirge sind die Regel.
Herbst, September und Oktober
Der goldene polnische Herbst ist keine Werbefloskel: Der September ist warm und trocken, der Oktober färbt die Wälder in Farben, für die sich die Reise lohnt. Pilzsaison, Weinfest in Zielona Góra und leere Wege. Für viele der beste Monat des Jahres.
Winter, November bis März
Kalt, minus 5 bis plus 3 Grad tagsüber und im Osten deutlich tiefer, mit Schnee im Gebirge von Dezember bis März. Skisaison in Tatra, Beskiden und Riesengebirge. Ab Ende November laufen in den Städten die Weihnachtsmärkte, die größten in Krakau und Breslau. Die Tage sind sehr kurz: im Dezember wird es vor sechzehn Uhr dunkel.
Feiertage
Ostern mit dem Wassermontag. Fronleichnam mit Prozessionen. Der 1. und 3. Mai sowie der 11. November ergeben lange Wochenenden, an denen das ganze Land unterwegs und alles ausgebucht ist. Am 1. November füllen sich die Friedhöfe mit Kerzenlicht, ein Anblick ohne Entsprechung in Europa. Im Sommer Festivals wie Open'er und Pol'and'Rock.
Regionen
Die Küste ist ganzjährig kühler und windiger, hat im Sommer aber die meisten Sonnenstunden. Podhale und der Osten haben die härtesten Winter mit monatelanger Schneedecke. Der Westen und Niederschlesien sind am mildesten, und Breslau ist oft die wärmste Großstadt des Landes.
Preise
Juli und August an der Küste und in der Tatra bedeuten bis zu fünfzig Prozent höhere Preise. Die auf vier Wochen zwischen Mitte Januar und Ende Februar gestaffelten Winterferien füllen die Berge. Ansonsten ist das Land nach EU-Maßstab günstig und ausserhalb einiger weniger Orte leer.