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Polen praktisch: Verkehr, Geld und die Sonntagsregel

Redaktion · 10.08.2026

Polen gehört zur Europäischen Union und zum Schengenraum, nicht aber zur Eurozone. Das Reisen ist einfach und günstiger als in Westeuropa, und die Infrastruktur hat sich in zwei Jahrzehnten grundlegend verbessert.

Einreise

EU-Bürger reisen mit Personalausweis ein. Viele Nicht-EU-Staatsangehörige haben visumfreien Zugang für bis zu 90 Tage, und mit dem ETIAS-System wird eine vorherige Online-Genehmigung nötig. Die Schengen-Binnengrenzen sind offen, Kontrollen werden gelegentlich vorübergehend wieder eingeführt.

Bahn

PKP Intercity betreibt den Fernverkehr, und die Kategorien EIC und EIP, darunter Pendolino, erreichen zwischen Warschau und Krakau, Kattowitz, Danzig und Breslau 200 km/h. Warschau-Krakau dauert zweieinhalb Stunden, Warschau-Danzig knapp drei. Tickets gibt es in der App, die Preise steigen mit der Auslastung, also früh buchen. Regionalzüge betreiben eigene Gesellschaften mit eigenen Fahrkarten.

Straßen und Busse

Das Autobahn- und Schnellstraßennetz entstand überwiegend nach 2010, und die meisten Hauptrelationen sind heute kreuzungsfrei. Ein Teil der Autobahnen ist mautpflichtig, an Schranken oder über die App e-TOLL. FlixBus und inländische Anbieter bedienen Fernstrecken billiger und langsamer als die Bahn.

Geld

Die Währung ist der Złoty. Polen gehört zu den bargeldlosesten Ländern Europas: Kontaktlos und das System BLIK funktionieren nahezu überall, auch auf Märkten und in Taxis. Bargeld ist auf dem Land nützlich. Wechselstuben bieten bessere Kurse als Flughäfen und Banken. Zehn Prozent Trinkgeld im Restaurant sind üblich, aber nicht verpflichtend.

Sonntagsverbot

Seit 2018 sind die meisten Geschäfte sonntags geschlossen, bis auf einige Verkaufssonntage im Jahr. Tankstellen, Bäckereien, Notapotheken, Bahnhofsläden und inhabergeführte Geschäfte bleiben offen. Restaurants arbeiten normal. Einkaufen also am Samstag.

Gesundheit und Sicherheit

Die EHIC deckt EU-Bürger im öffentlichen Gesundheitswesen ab. Leitungswasser ist landesweit trinkbar. Die Kriminalität ist niedrig; Hauptrisiken sind Taschendiebe im Gedränge und nicht gekennzeichnete Taxis an Bahnhöfen. Für Alkohol am Steuer gilt Nulltoleranz, und offenes Feuer ist in Wäldern und Nationalparks verboten.

Sprache und Umgang

Englisch sprechen die unter Vierzigjährigen und die Städte breit, auf dem Land und bei Älteren weniger. In Kirchen ist bedeckte Kleidung erwartet, an Gedenkorten Ernst. Zecken sind von April bis Oktober ein reales Problem, und eine FSME-Impfung ist erwägenswert.

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